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Geschichte gegen die Angst PDF Drucken
Geschrieben von: Jürgen Öllinger   

In der Welt habt Ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

Johannes 16, 33

Charlie Chaplin ist vielen Menschen ein Begriff. Melone, Bärtchen, Stock und große Schuhe – alles in schwarz-weiß. Charlie Chaplin war aber nicht nur ein Komiker der ersten Stunde des Films, er hat viel über Gesellschaft, Zukunft und Menschen nachgedacht.

„Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich das, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man ‚Ehrlichkeit‘.“

Hilfreiche Worte eines erfolgreichen, berühmten und weisen Mannes. 70 Lebensjahre hat er dafür gebraucht.Möglicherweise braucht man so viel Erfahrung, um das eigene Tempo, die eigene Art und Weise zu entdecken. Es kann aber auch sein, dass man sich früher der Fremdbestimmung entzieht. Denn die Überlegung ist, dass jeder Mensch dieses eigene Tempo bereits im Herzen kennt. Ja, dass er genau weiß, was ihm gut tun würde. Aus verschiedenen Gründen plant man lieber für die Zukunft und investiert in sie, als in der Gegenwart zu leben. Es sind gar nicht wenige Menschen, die grandiose Projekte für die Zukunft entwerfen – man denke nur an Bindungen für die nächsten 20 Jahre beim Hausbau oder großartige Pläne für die Pension!

Ich mache das, was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt.“ So eine Einstellung macht das Leben bunt und fröhlich. Das sind Geschichten gegen die Angst.

aus: Miteinander 3/2009, S.3